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Die Umwelt-Medizin, als junges Teilgebiet der Schulmedizin beschäftigt sich mit den Auswirkungen der schädigenden Einflüssen von Umweltfaktoren auf die Gesundheit des Menschen. Dies können biolgische Einflüsse wie Parasiten, Bakterien, Schimmelpilze ect. sein, aber heutezutage natürlich v.a. auch Chemikalien, Schwermetalle ect. Die Auswirkungen können toxische Belastungen, Entzündungen, sowie (in jüngerer Zeit besser nachweisbar) immunologische, v.a. allergische Reaktionen sein.
Häufig werden nicht die allgemein bekannten Allergien vom Typ1 (Histaminausschüttung ect, z.B. Heuschnupfen), sondern Allergien vom Spättyp (Typ 4) durch Zytokinausschüttungen ausgelöst. Diese führen wiederum zu Allgemeinsymptomen , wie zum Beispiel (ähnlich wie Viren ) Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, fiebrige Zustände, Entzündungs-prozesse, Migräne, Darmprobleme, Schlafstörungen, gesteigerte Müdigkeiten, Depression ect. Häufig sind dabei z.B. Enzymdefekte- und Entgiftungsstörungen ect. verantwortlich.

In der Zahnmedizin werden zwangsläufig viele Fremdmaterialien, wie Medikamente, Abdruckmaterialien ect. vorübergehend eingesetzt oder langfristig (Metalle, Kunststoffe) inkorporiert. Diese können bei Patienten massive Beschwerden - wie oben beschrieben - verursachen.
Zwar unterliegt die Herstellung und Verabreichung solcher Materialien dem Medizinproduktegesetz, um Unverträglichkeiten vorzubeugen, doch sind die darin vorgeschriebenen Prüfungen nicht angenähert vergleichbar mit den Vorschriften im Arzneimittelgesetz. So ist z.B. nicht verpflichtend vorgeschrieben, alle Inhaltsstoffe zu deklarieren.
Patienten mit entsprechender Reaktionslage (Suszeptibilität und individueller Sensibilität) können sehr wohl massive Beschwerden bekommen.
Bis dato beschäftigt sich die Schulmedizin mit dieser Situation kaum und die zahnärztliche Werkstoffkunde behauptet gebetsmühlenartig, alle in der Zahnmedizin verwendete Stoffe seien geprüft und verträglich.
Die Naturheilkunde befasste sich schon immer mit diesem Thema, bedingt durch ihren diagnostischen Möglichkeiten (siehe oben, Kapitel 1). Doch wie zuverlässig sind diese Methoden, wie weit sind sie reproduzierbar? - ein seit Jahren bestehender Streit zwischen Schul- und Komplementärmedzin.
Nun wurden im Bereich der Umwelt-Medizin/Umwelt-ZahnMedizin neue Erkenntnisse und Untersuchungsmethoden entwickelt, die eine erhebliche Erweiterung von Diagnose und Therapie zulassen. Somit können nicht nur bereits Erkrankte erfolgreich behandelt werden, sondern präventiv ( siehe Kapitel 3) vor gesundheitlicher Gefährdung durch Zahnärztliche Behandlung geschützt werden.

Diagnoseverfahren:

- Prüfung der Belastung durch zahnmedizinische Werkstoffe
- Ursachensuche (Suszeptibilität)
- Prüfung der Sensibilisierung (Immunsystem)
- Abklärung von Entzündungsgeschehen
- LTT-Test / Effektorzelltest: bzw. ITT-Test

Therapeutische Verfahren:

- Entfernung von belastenden Materialien
- Vermeidung von Belastungen durch neu einzubringende Materialien
  (s. Kap.3: Prävention) bei komplexen Fällen: Kooperation mit
  umweltmed. Kollegen

Diplom für Umwelt-ZahnMedizin
Mitglied der www.dbu-online.de

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